Bedford-Strohm: Nicht alle Corona-Kritiker Rechtspopulisten

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, mahnt zu einem differenzierten Umgang mit Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen. Von den Demonstranten dürften nicht nur die lauten Rechtspopulisten und -radikalen oder die emotional auftretenden Verschwörungstheoretiker wahrgenommen werden, sagte er in der aktuellen Ausgabe der Podcast-Reihe „Himmelklar“. Unter den Protestlern gebe es auch viele Menschen, „mit denen man reden kann“ und die einfach ihre Argumente brächten.

Heinrich Bedford-Strohm (Foto: Spernol)

Wenn es noch unbekannte Fakten und gute Argumente gebe, dann muss es nach Ansicht von Bedford-Strohm eine Bereitschaft zum Dazulernen geben. „Ich jedenfalls prüfe das alles und glaube nicht einfach das, was jetzt etwa in der Tagesschau gesagt wird.“ Er versuche dann herauszufinden, warum ein Argument in der öffentlichen Diskussion nicht wirklich im Zentrum sei. Meistens gebe es dann gute Gründe dafür. „Aber man muss das prüfen, und diesen Geist des Diskurses, den wünsche ich mir für die ganze Gesellschaft.“ Menschen, die das offizielle Handeln in der Corona-Krise kritisch hinterfragten, „sollte man auf keinen Fall in die Reihen von Rechtsextremen oder kruden Verschwörungstheoretikern treiben“

kna