Kfd: „Katholische Kirche steht am Scheideweg“

Die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil sieht jeden einzelnen Bischof „in der Pflicht, sich zu fragen, welchen Weg er gehen will.“ Die katholische Kirche müsse sich fragen. ob sie die Hälfte der Mitglieder nur aufgrund ihres Geschlechts ausschließen will. „Die katholische Kirche steht am Scheideweg“, sagte Heil nach Abschluss der DBK-Herbstvollversammlung.

Mechthild Heil Kfz

Mechthild Heil (Foto: kfd/Kay Herschelmann)

Die Amtskirche sehe die Fähigkeiten der Frauen nicht. „Frauen dürfen nicht mitentscheiden und können ihre Berufung, geweihte Ämter zu übernehmen, nicht leben“, sagte Heil. Der Verband sehe durchaus die Bischöfe, die sich ernsthaft auf den Weg gemacht haben und möchte sie darin bestärken: „Gehen Sie diesen Weg weiter gemeinsam mit uns“, sagte Heil. Es gebe zugleich aber auch „den teils reflexartigen Verweis auf den Vatikan“.

Klerikal-autoritäre Machtstrukturen haben in unserer Kirche keinen Platz

Zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs, erklärte Heil, die Beschäftigung der Bischöfe mit den Ausgleichszahlungen sei „längst überfällig und notwendig“ gewesen. „Doch darum musste erst jahrelang gerungen werden. Die Opfer leiden ihr Leben lang. Der Missbrauch wurde systematisch vertuscht und verdunkelt.“ Jedem müsse klar sein, dass die Kirche sich auch in dieser Hinsicht strukturell erneuern müsse. „Klerikal-autoritäre Machtstrukturen haben in unserer Kirche keinen Platz“, so Heil.

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