Marx und Bedford-Strohm: Ökumenischer Weihnachtsgottesdienst

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der frühere Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz planen an Heiligabend in München einen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der frühere Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz planen an Heiligabend in München einen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel.

Kardinal Marx (Foto: Schnaubelt)

„Wir wollen damit eine Gelegenheit bieten, die wunderbare Weihnachtsbotschaft mit einer größeren Anzahl Menschen zu feiern, als die Corona-Schutzmaßnahmen in einer Kirche erlauben würden“, sagte Kardinal Reinhard Marx in einem Doppelinterview des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zusammen mit EKD-Chef Heinrich Bedford-Strohm. „Wir hoffen, damit einen Raum bieten zu können, dass die Menschen die wichtige Botschaft der Engel wirklich vernehmen können: Fürchtet euch nicht!“

Sichtbare Einheit in versöhnter Verschiedenheit

Der Erzbischof von München und Freising hatte im Oktober gemeinsam mit Landesbischof Bedford-Strohm den Augsburger Friedenspreis 2020 für ihren „unbedingten Willen zu einem friedvollen Miteinander“ erhalten. Bedford-Strohm betonte, das Ziel einer sichtbaren Einheit in versöhnter Verschiedenheit sei für beide Kirchen „sehr attraktiv und nicht unrealistisch“. Das Christentum werde eine Zukunft haben, wenn die Kirchen „ganz stark ökumenisch“ zusammenarbeiteten.

„Insbesondere in unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von der Corona-Pandemie und so vielen verschiedenen (geo)politischen und gesellschaftlichen Spannungen, ist die Botschaft wichtig, die wir senden – dass wir weltweit miteinander verbunden und dass alle Menschen Kinder Gottes und Schwestern und Brüder in Christus sind“, so der evangelische Bischof.

Marx: Stimme des Trostes und der Fürsorge wird deutlicher zu hören sein

Marx nannte als aktuelle Herausforderung, den Gemeinden und den Menschen im Land „in dieser äußert schwierigen Zeit der Pandemie“ beizustehen. „Und unsere Stimme des Trostes und der Fürsorge wird deutlicher zu hören sein und von mehr Menschen gehört werden, wenn wir mit einer Stimme sprechen“, so der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Dies gelte insbesondere in einer Zeit der möglichen Spaltung der Gesellschaft, hob der Kardinal hervor.

kna
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