Protestaktion in Köln geplant

Verschiedene Protestgruppen im Erzbistum Köln planen am Samstag eine gemeinsame Aktion in der Nähe der Unterkunft der Kontrolleure des Papstes.
Verschiedene Protestgruppen im Erzbistum Köln planen am Samstag eine gemeinsame Aktion in der Nähe der Unterkunft der Kontrolleure des Papstes. Um etwa 15 Uhr wollen Vertreterinnen der Reforminitiative Maria 2.0 Rheinland Fußwallfahrer aus Dormagen in der Kardinal-Frings-Straße in der Kölner Innenstadt empfangen, wie Sprecherin Maria Mesrian der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch sagte. In der Straße befinden sich sowohl das Wohnhaus des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki als auch das Tagungshaus des Erzbistums, in dem die beiden Gesandten des Papstes untergebracht sind.

(Symbolfoto: SatyaPrem/Pixabay)

Verschiedene Protestgruppen im Erzbistum Köln planen am Samstag eine gemeinsame Aktion in der Nähe der Unterkunft der Kontrolleure des Papstes. Um etwa 15 Uhr wollen Vertreterinnen der Reforminitiative Maria 2.0 Rheinland Fußwallfahrer aus Dormagen in der Kardinal-Frings-Straße in der Kölner Innenstadt empfangen, wie Sprecherin Maria Mesrian der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch sagte. In der Straße befinden sich sowohl das Wohnhaus des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki als auch das Tagungshaus des Erzbistums, in dem die beiden Gesandten des Papstes untergebracht sind.

Laut Mesrian werden unter anderem der Dormagener Pfarrer Klaus Koltermann, sie selbst sowie der frühere Sprecher des Betroffenenbeirats im Erzbistum Köln, Karl Haucke, Ansprachen halten. Mit der Aktion wollten die Gruppen deutlich machen, „wie komplex und vertrackt die Situation in den Gemeinden ist“. Die beiden Visitatoren – der Stockholmer Kardinal Anders Arborelius und der Rotterdamer Bischof Hans van den Hende – haben laut vatikanischer Botschaft in Berlin den Auftrag erhalten, „die komplexe pastorale Situation“ im Erzbistum Köln zu prüfen. Hintergrund ist die seit mehr als einem Jahr andauernde Debatte um die Missbrauchsaufarbeitung in Deutschlands mitgliederstärksten Diözese und die entstandene Vertrauenskrise. Ihre ersten Gespräche führten die Gesandten am Dienstag mit Vertretern von Betroffenen – darunter der frühere Beiratssprecher Haucke. „Die hören sehr zugewandt zu“, lobte Haucke anschließend.

Maria 2.0 hat sich Mesrian zufolge im Vorfeld nicht um einen Gesprächstermin mit den Prüfern bemüht. Die Initiative wollte hier Hauptamtlichen und Missbrauchsbetroffenen den Vortritt lassen. Der Dormagener Pfarrer Koltermann hat bislang als einziger Priester im Erzbistum Köln öffentlich den Rücktritt von Kardinal Woelki gefordert. Nun rief er zu einem Marsch zum Kölner Dom auf. Zusammen mit Unterstützern will er kommenden Samstag um 7 Uhr morgens in Nievenheim starten und rund acht Stunden später in Köln ankommen. Mit dem etwa 30 Kilometer langen Fußweg solle „ein sichtbares Zeichen für neue Anfänge, einen neuen Aufbruch der Kirche, nicht nur in Deutschland“, gesetzt werden, so Koltermann.

kna

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