Sternberg kritisiert Klischees im Vatikan

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken beklagt eine mitunter einseitige Wahrnehmung der katholischen Kirche in Deutschland durch den Vatikan.

Bonn (KNA) Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken beklagt eine mitunter einseitige Wahrnehmung der katholischen Kirche in Deutschland durch den Vatikan. "Ich glaube, es gibt sehr viele dort, die denken: In Deutschland sind sie gut organisiert, haben eine hoch entwickelte Theologie, aber wie es mit Glauben und Frömmigkeit aussieht, das nimmt man nicht so genau", sagte Thomas Sternberg der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Dabei handle es sich um "ein unzutreffendes Klischee, das schon lange verbreitet ist".Thomas Sternberg (Foto: © Synodaler Weg/Malzkorn)

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken beklagt eine mitunter einseitige Wahrnehmung der katholischen Kirche in Deutschland durch den Vatikan. „Ich glaube, es gibt sehr viele dort, die denken: In Deutschland sind sie gut organisiert, haben eine hoch entwickelte Theologie, aber wie es mit Glauben und Frömmigkeit aussieht, das nimmt man nicht so genau“, sagte Thomas Sternberg der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Dabei handle es sich um „ein unzutreffendes Klischee, das schon lange verbreitet ist“.

Mit Blick auf die Ende des Monats in Frankfurt anstehende Vollversammlung des Synodalen Weges warb der ZdK-Präsident dafür, den von den deutschen Bischöfen und dem Katholikenkomitee angestoßenen Reformdialog auch dann fortzuführen, „wenn einige römische Kardinäle das ungern sehen“. Sternberg weiter: „Zum synodalen Austausch gibt es keine Alternative!“

Zugleich zeigte sich der Präsident des obersten Gremiums der katholischen Laien in Deutschland weiter offen für gemeinsame Gespräche in Rom, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, vor rund einem Jahr angeregt hatte. Bislang steht dafür jedoch noch kein Termin fest. „Immerhin gibt es die generelle Zusage, dass man ein solches Treffen machen will“, sagte Sternberg. „Aber wir müssen deswegen nicht ständig nach Rom schauen“, fügte er hinzu. „Klar: Gespräche wären besser, um Missverständnisse auszuräumen. Aber es geht auch ohne.“

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