US-Bischöfe: Weniger Missbrauchsklagen 2021

Die Zahl der Anzeigen von Missbrauchsopfern gegen katholische US-Bistümer ist nach Angaben des zuständigen Bischofsausschusses 2021 um ein Viertel zurückgegangen.

US-Bischöfe: Weniger Missbrauchsklagen 2021

(Symbolfoto: pixabay)

Die Zahl der Anzeigen von Missbrauchsopfern gegen katholische US-Bistümer ist nach Angaben des zuständigen Bischofsausschusses 2021 um ein Viertel zurückgegangen. Für das Prüfungsjahr (1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021) seien knapp 3.000 Anschuldigungen eingegangen, heißt es in dem Bericht, den die US-Bischofskonferenz (Dienstag Ortszeit) vorstellte. Das seien knapp 1.200 weniger als im Vorjahr.

Der Bericht ist der 19. seit 2002, als die Bischofskonferenz die Charta zum Schutz von Kindern und Jugendlichen verabschiedete. Zuvor hatte die Zeitung Boston Globe in einer umfangreichen Dokumentation über massenhaften Missbrauch von Minderjährigen durch katholische Geistliche berichtet und damit eine letztlich weltweite Welle von Missbrauchsrecherchen und -skandalen ausgelöst.

Laut dem aktuellen Bericht hat die US-Kirche 2021 fast zwei Millionen Hintergrundprüfungen von Geistlichen, Mitarbeitern und Freiwilligen durchgeführt. Im gleichen Zeitraum seien mehr als 2,4 Millionen Erwachsene, Kinder und Jugendliche geschult worden, Warnzeichen für Missbrauch zu erkennen. Die Bistümer Corpus Christi, Lafayette und New Ulm sowie die Eparchie Newton haben dem Bericht zufolge die Kriterien der Charta nicht befolgt.

kna