Katholische Unternehmer: Verschiebung des Rentenalters

Als Antwort auf den Fachkräftemangel sieht der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) auch einen späteren Renteneintritt als notwendige Maßnahme.
Katholische Unternehmer: Verschiebung des Rentenalters

Symbolbild von Kevin Seibel auf Pixabay

Als Antwort auf den Fachkräftemangel sieht der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) auch einen späteren Renteneintritt als notwendige Maßnahme. Es sei geboten, über die im EU-Vergleich niedrige Lebensarbeitszeit in Deutschland nachzudenken und anzuerkennen, “dass wir uns einer Verschiebung des Renteneintrittsalters nicht verweigern können”, sagte der BKU-Vorsitzende Martin Nebeling am Donnerstag. Zugleich brauche auch die Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt mehr Aufmerksamkeit.

Ablehnend äußerte sich der BKU mit Blick auf den Vorschlag einer Vier-Tage-Woche. “Das kann schon mathematisch nicht die richtige Antwort auf den Fachkräftemangel sein”, betonte Nebeling. Eine bereits durch erhöhte Fehlzeiten, Lieferkettenprobleme und Materialengpässe eingeschränkte Produktivität werde durch eine Vier-Tage-Woche verschärft.

Stattdessen plädiere der Verband für flexiblere Arbeitszeiten. Es sei diesbezüglich Aufgabe der Tarifparteien, einen Rahmen zu definieren, in dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einem Interessenausgleich kommen könnten. Flexible Arbeitszeiten seien für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und damit auch für die demografische Entwicklung in Deutschland von Bedeutung, betonte der BKU. Zudem entsprächen sie den Werten der katholischen Soziallehre.

kna

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