Kirchen im Bistum Essen länger geöffnet

Vor allem in der Corona-Krise wollen viele Pfarreien und Gemeinden im Bistum Essen Gläubigen mit der Kampagne „Kirche ist offen!“ ihre Gotteshäuser als Orte der Ruhe und Geborgenheit anbieten.

Offene Kirchen

(Symbolfoto: Nicole Cronauge | Bistum Essen)

Bereits in der Adventszeit hatten über 100 katholische Gemeinden im Bistum Essen mit extralangen Öffnungszeiten zu ruhigen Momenten in ihre Kirche eingeladen. „Kirche ist offen!“ ist das Motto der Kampagne des Ruhrbistums, die vor Ort mit entsprechend gestalteten Plakaten und Fahnen auf Kirchen hinweist, die gerade geöffnet sind. Aktuell öffnen wieder viele Pfarreien ihre Kirchen, um den Gläubigen in der Corona-Krise einen Ort der Ruhe und Geborgenheit zu bieten – über 80 Fahnen wurden neu bestellt, um bald vor den offenen Kirchentüren zu wehen.

„Hotspots des Glaubens“

Besucher können in den Kirchen Stille und die gedämpften Geräusche der Außenwelt genießen, zur Ruhe kommen, einen Moment lang in einer der Bänke Platz nehmen oder auch herumgehen, die besondere Architektur auf sich wirken lassen oder eine Kerze entzünden – immer unter Beachtung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

Acht Stunden täglich öffnet etwa die Duisburger Pfarrei St. Judas Thaddäus die meisten ihrer Kirchen, seitdem die Gottesdienste wegen der Corona-Krise nicht mehr wie gewohnt gefeiert werden können. „Unsere Kirchen bleiben nicht nur für ein stilles Gebet geöffnet, sie sollen auch zu Hotspots des Glaubens und der Freude werden“, beschreibt Pfarrer Roland Winkelmann die Motivation der Pfarrei. Wer die Kirchen besucht, findet dort immer wieder neues Infomaterial zum Mitnehmen: Mit Worten und Impulsen, die Mut machen, Hinweisen auf Gottesdienste in Radio, Fernsehen, bei YouTube und Instagram oder Tipps zu Einkaufshilfen und Beratungsangeboten per Telefon und online.

Längere Öffnungszeiten auch nach der Corona-Krise

Dass die Kirchen nun länger offen sind, kommt bei vielen Menschen gut an, sagt Pfarrer Winkelmann und zieht eine positive Bilanz für die Zukunft. „Einige Kirchen waren auch schon vor der Krise regelmäßig geöffnet, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Nach den guten Erfahrungen der letzten Monate wollen wir diese Öffnungszeiten dauerhaft beibehalten.“

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