Deutscher Städtetag fordert „Digitalisierungsschub“ für Schulen

Zum ersten bundesweiten Digitaltag fordern Deutschlands Städte einen „Digitalisierungsschub“ für Schulen. Nicht alle hätten gleichermaßen einen Zugang zur digitalen Welt oder könnten sich dort sicher bewegen. „In der Schule wird das besonders deutlich. Das muss sich ändern“, sagte Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).

((Symbolfoto: Taken /Pixabay)

Vielerorts fehle es noch immer an ausgebildeten Lehrkräften für den Umgang mit digitalen Techniken sowie an den passenden Konzepten. „Teilweise fehlt auch das Personal, um die IT-Infrastruktur in Betrieb zu nehmen und zu warten“, beklagte der Städtetags-Präsident und Oberbürgermeister von Leipzig.

Digitale Teilhabe sei heute „wichtiger denn je“, mahnte Jung. Die Corona-Pandemie habe der Digitalisierung einen deutlichen Schub gegeben und an Schulen neue Handlungsspielräume geschaffen. „Diese müssen wir nutzen und weiterentwickeln.“ Neben der Frage der technischen Möglichkeiten brauche es dabei „auch eine Debatte über die Qualität von digitaler Bildung“, erklärte der Städtetagspräsident.

Der Digitaltag findet am heutigen Freitag erstmals bundesweit statt. Er wird von der Initiative „Digital für alle“ getragen, einem Bündnis von mehr als 25 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, kirchlichen Sozialverbänden, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Hand. Das erklärte Ziel: Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.

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