Corona: Debatte um Weihnachten

Gut einen Monat vor Heiligabend und wenige Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde zu Corona-Maßnahmen gewinnt die Debatte zu Weihnachten in der Pandemie an Fahrt. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) setzt auf ein Weihnachtsfest im Familienkreis: „Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die Großeltern an Weihnachten nicht mitfeiern“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). Deswegen müsse man besondere Sorgfalt walten lassen. „Wichtiger als die Anzahl der Menschen, die zusammenkommen, ist, dass man vorher seine Kontakte reduziert und darauf achtet, dass niemand Symptome hat.“

Gut einen Monat vor Heiligabend und wenige Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde zu Corona-Maßnahmen gewinnt die Debatte zu Weihnachten in der Pandemie an Fahrt. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) setzt auf ein Weihnachtsfest im Familienkreis: "Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die Großeltern an Weihnachten nicht mitfeiern", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). Deswegen müsse man besondere Sorgfalt walten lassen. "Wichtiger als die Anzahl der Menschen, die zusammenkommen, ist, dass man vorher seine Kontakte reduziert und darauf achtet, dass niemand Symptome hat."

(Symbolfoto: wal_172619/Pixabay)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnte vor einer abermaligen Vertagung nötiger Entscheidungen bei der Runde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs am Mittwoch. Alle Beteiligten wollten Klarheit, sagte Altmaier im Deutschlandfunk. Ziel müsse es sein, ein Weihnachtsfest zu feiern, das diesem Anspruch nahekommt, wenn auch in bescheidenem Rahmen. Das aber sei nur zu schaffen, wenn die Infektionszahlen in den nächsten Wochen nachhaltig gesenkt würden, „und das bedeutet, dass wir uns eine weitere Vertagung einfach nicht leisten können“.

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, warnte Bund und Länder dagegen davor, coronabedingte Einschränkungen im privaten Bereich über Weihnachten aufrechtzuerhalten. „Man kann doch wohl Mitte November schon sagen, dass Weihnachten in den Familien stattfinden kann“, sagte er in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntag). „Das sollte nicht infrage gestellt werden. Ich persönlich sage: Es geht den Staat auch nichts an, wie ich mit meiner Familie Weihnachten feiere.“

Virologe für vorgezogene Weihnachtsferien

Die „Bild“-Zeitung (Samstag) zitierte Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) in der Debatte um weitere Verschärfungen unterdessen mit den Worten: „Wir schicken Heiligabend keine Polizisten zu den Menschen.“ Der Vorschlag für einen bundesweiten Beginn der Weihnachtsferien an Schulen eine Woche vor Heiligabend fand indes auch die Zustimmung des Virologen Alexander Kekule. Dies könne einen wertvollen Puffer schaffen, um bis zum Jahreswechsel zurück in den grünen Bereich zu kommen, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).

Bereits am Freitag hatte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, gesagt, dass die Kirchen auf Weihnachten besser vorbereitet seien als auf Ostern. Die Situation sei angesichts der Corona-Pandemie weiterhin anstrengend und fordernd. Es gebe jedoch viele kreative Ideen, wie das Fest corona-gerecht gefeiert werden könne.

Von Alexander Riedel (KNA)

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