Gespräche mit Prüfern des Papstes sollen vertraulich bleiben

Die Gesprächspartner der Kontrolleure des Papstes im Erzbistum Köln sollen über die Inhalte der Treffen nicht reden.
Köln/Rotterdam – Die Gesprächspartner der Kontrolleure des Papstes im Erzbistum Köln sollen über die Inhalte der Treffen nicht reden. "Die Gespräche sind vertraulich", erklärte die Sprecherin des Rotterdamer Bischofs Hans van den Hende, Daphne van Roosendaal, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch. "Das heißt, die Teilnehmer der Treffen während der Visitation werden gebeten, über die Treffen nicht ausdrücklich zu sprechen." Missbrauchsbetroffene hätten die Gesandten jedoch nicht gebeten, zu schweigen.

Kölner Dom (Symbolfoto: pixabay)

Die Gesprächspartner der Kontrolleure des Papstes im Erzbistum Köln sollen über die Inhalte der Treffen nicht reden. „Die Gespräche sind vertraulich“, erklärte die Sprecherin des Rotterdamer Bischofs Hans van den Hende, Daphne van Roosendaal, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch. „Das heißt, die Teilnehmer der Treffen während der Visitation werden gebeten, über die Treffen nicht ausdrücklich zu sprechen.“ Missbrauchsbetroffene hätten die Gesandten jedoch nicht gebeten, zu schweigen.

Gesandte ermutigen Betroffene

Hans van den Hende und der Stockholmer Kardinal Anders Arborelius prüfen seit Montag im Auftrag von Papst Franziskus die Vorgänge im Erzbistum Köln. Hintergrund ist die seit mehr als einem Jahr dauernde Debatte um die Missbrauchsaufarbeitung in Deutschlands mitgliederstärksten Diözese sowie die entstandene Vertrauenskrise. Am Dienstag führten die beiden Visitatoren ihre ersten Gespräche mit Missbrauchsbetroffenen.

Die Gesandten hätten sie immer wieder ermutigt, sich offen zu äußern, sagte etwa der ehemalige Sprecher des Betroffenenbeirats im Erzbistum Köln, Patrick Bauer, der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ nach dem Treffen. „Ich habe nicht an mich gehalten, einmal bin ich richtig wütend geworden. Ich glaube, ich habe gesagt: Es kotzt mich an!“ Für den Beirat in seiner aktuellen Besetzung äußerte sich Peter Bringmann-Henselder. Es sei gut, dass der Vatikan die Visitatoren entsandt habe.

Dauer des Aufenthalts unklar

In den kommenden Tagen hören die Visitatoren auch die Position von Laien. Mit dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln seien Gespräche bereits abgestimmt und bestätigt, erklärte der Vorsitzende Tim Kurzbach der KNA. „Es ist uns wichtig, dass sie den Kontakt mit der Vertretung der Laien suchen und mit den ehrenamtlich Engagierten ins Gespräch kommen.“ Nachfragen zu den Rahmenbedingungen des Gesprächs beantwortete Kurzbachs Sprecher nicht.

Auch die Sprecherin des Rotterdamer Visitators, van Roosendaal, wollte sich nicht dazu äußern, wen die Gesandten während ihres Aufenthalts in Köln noch treffen werden. Zudem blieb offen, wann der Kontrollbesuch endet. „In der Pressemitteilung des Heiligen Stuhls ist von Mitte Juni die Rede“, antwortete sie auf diese Frage.

kna

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