Caritas-Präsidentin sieht Auftrag für geeintes Europa

Die Ampelparteien mit Verlusten, die Union deutlich vorn und die AfD bei über 16 Prozent: Erste Ergebnisse der EU-Wahl liefern ein gemischtes Bild. Aus Sicht der Caritas geht es nun um das klare Bekenntnis zu Europa.
Die Ampelparteien mit Verlusten, die Union deutlich vorn und die AfD bei über 16 Prozent: Erste Ergebnisse der EU-Wahl liefern ein gemischtes Bild. Aus Sicht der Caritas geht es nun um das klare Bekenntnis zu Europa.

Caritaspräsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. Foto: Deutscher Caritasverband

Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbands, Eva Maria Welskop-Deffaa, hat sich nach den ersten Ergebnissen zur Europawahl in Deutschland erleichtert gezeigt. “Die Feinde der Europäischen Union sind – allen erschreckenden Stimmenzuwächsen der Populisten zum Trotz – bei uns eine Minderheit geblieben”, sagte sie am Sonntagabend der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

In Deutschland habe die überwältigende Mehrheit der Wählerinnen und Wähler der Politik den klaren Auftrag erteilt: “Haltet den Laden zusammen.” Die politisch Verantwortlichen müssten diesen Auftrag nun entschlossen umsetzen, so die Präsidentin der katholischen Wohlfahrtsorganisation, die mit rund 690.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden der größte private Arbeitgeber in Deutschland ist.

“Es geht uns um ein Europa der offenen Grenzen und der offenen Herzen, ein Europa, das Begegnungen leicht macht und sozialen Ausgleich unterstützt, ein Europa, das digitale Teilhabe für alle sicher gewährleistet und die planetaren Grenzen in internationaler Verantwortung schützt”, so Welskop-Deffaa weiter. Das Europäische Sozialmodell biete Raum für ein menschenfreundliches Zusammenleben. “Europa braucht schnell eine Verständigung auf eine Kommissionspräsidentin, die dieses Erbe in die Zukunft trägt.”

kna

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