Katholisches Klinikum Bochum behandelt zwei Corona-Patienten aus Italien

„Solidarität ist auch über Landesgrenzen hinaus wichtig“

Im Katholischen Klinikum Bochum (KKB) sind am Samstag zwei Corona-Patienten aus Italien zur Weiterbehandlung eingetroffen. Sie wurden mit der Bundeswehr zum Flughafen Köln-Bonn gebracht und anschließend mit einem Spezialfahrzeug, das eine Intensivstation an Bord hat, unter Federführung der Bochumer Feuerwehr in die Universitätsklinik St. Josef-Hospital gebracht.

Das St.-Josef-Hospital in Bochum (Foto: KKB)

„Jeder von uns sieht fast täglich die grauenvollen Bilder aus Italien. Sie treffen uns bis ins Mark“, sagt der Medizinische Geschäftsführer des Katholischen Klinikums, Prof. Christoph Hanefeld. „Es fehlt an vielem, ja möglicherweise an allem, was zur Behandlung von Corona-Patienten notwendig ist. Auch wir in Deutschland wissen nicht, wie schwer es uns künftig noch treffen wird.“

Eine Ärztin aus Italien als Übersetzerin

Solidarität sei in dieser schweren Zeit das Gebot der Stunde. „Wie stark dieses Gefühl ist, zeigen viele Hilfsaktionen, die dazu führen, dass Not gelindert wird. Solidarität ist aber auch über Landesgrenzen hinaus wichtig. Wenn deutsche Universitätskliniken nun einige Patienten aus Italien aufnehmen und versorgen, stehen wir mit unserem christlichen Verständnis im St. Josef-Hospital bereit“, betonte Hanefeld

Im Katholischen Klinikum Bochum sind Mitarbeiter aus mehr als 70 Nationen beschäftigt. Eine Ärztin aus Italien, die im St. Josef-Hospital beschäftigt ist, wird wichtige Übersetzungsdienste leisten und in engem Kontakt mit den Patienten und ihren Familien in Italien stehen. Bis zum Dienstag verzeichnete das Krankenhaus insgesamt 16 Corona-Patienten.

 

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