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10 Neupriester in NRW – Weihe später oder in kleinem Rahmen

Wegen der Corona-Krise fallen die Priesterweihen in Nordrhein-Westfalen kleiner aus oder werden verschoben. In den fünf NRW-Bistümern sollen insgesamt zehn Männer zu Priestern geweiht werden. Im Erzbistum Köln und im Bistum Münster empfangen die Kandidaten die Weihe zu den geplanten Terminen unter Corona-Auflagen, wie die Diözesen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch erklärten. Das Erzbistum Paderborn und das Bistum Essen verschieben ihre Termine wegen der Pandemie in den Herbst. Im Bistum Aachen gibt es in diesem Jahr keinen Weihekandidaten.

Den Anfang macht das Bistum Münster. Wie geplant werden am 31. Mai zwei Männer im Sankt-Paulus-Dom das Sakrament der Priesterweihe empfangen. 2019 waren es fünf. Die Bedingungen für die Feier von Gottesdiensten würden beachtet, erklärte das Bistum. Derzeit sind rund 150 Gottesdienstbesucher im Sankt-Paulus-Dom zugelassen. Im Kölner Dom werden am 19. Juni fünf Diakone aus dem Kölner Priesterseminar geweiht (2019: 6). Hinzu kommen zwei Kandidaten der Priesterbruderschaft der Missionare des Heiligen Karl Borromäus in Rom. Wegen der angespannten Corona-Lage in Italien werden die Ordensmänner in Köln geweiht, wie das Erzbistum mitteilte. Bis zu 122 Gottesdienstbesucher dürfen in den Dom kommen. Für die Weihe sind nur geladene Gäste zugelassen.

Erst am 25. September wird im Essener Dom Diakon Daniel Baldus zum Priester geweiht (2019: 1). Im Erzbistum Paderborn gibt es in diesem Jahr zwei Kandidaten (2019: 3), die am 3. Oktober die Weihe empfangen sollen. Die Zahl der Neupriester in den NRW-Bistümern lag in den vergangenen Jahren stets im unteren zweistelligen Bereich. 2019 belief sie sich auf 16, 2018 auf 10 und 2017 auf 18. Die Weihegottesdienste zählen zu den best besuchten Feiern in den Kathedral-Kirchen. Neben Familien und Freunden der Weihekandidaten nehmen viele Wegbegleiter und bereits geweihte Priester teil. Das Priesteramt in der katholischen Kirche können in der Regel nur unverheiratete Männer ausüben. Die Weihe gilt als Sakrament und wird durch Handauflegung und Gebet gespendet.

Nach der Corona-bedingten Absage der Priesterweihe am 29. Mai und der Beauftragungsfeier für neue Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten am 12. Juni hat das Bistum Essen neue Termine in der zweiten Jahreshälfte festgelegt. Die Beauftragungsfeier ist nun für Freitag, 11. September, und die Priesterweihe für Freitag, 25. September, geplant. Beide Gottesdienste beginnen um 18 Uhr. Die Weihe des aus Altena stammenden Peter Schlippe zum Diakon wurde auf Sonntag, 6. September, verschoben. Der Gottesdienst in der Altenaer Pfarrkirche St. Matthäus beginnt um 16 Uhr.

kna
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