Bochum: Pfarreien sagen Weihnachtsgottesdienste ab

Drei der fünf katholischen Pfarreien in Bochum und Wattenscheid haben sich bereits entschieden, aufgrund der verschärften Corona-Situation in der Stadt alle Präsenzgottesdienste ab dem 21. Dezember bis voraussichtlich 10. Januar abzusagen.
Drei der fünf katholischen Pfarreien in Bochum und Wattenscheid haben sich bereits entschieden, aufgrund der verschärften Corona-Situation in der Stadt alle Präsenzgottesdienste ab dem 21. Dezember bis voraussichtlich 10. Januar abzusagen. Die Kirchen werden aber zum Gebet geöffnet sein und am Heiligen Abend werden die Glocken aller Kirchen um 18 Uhr läuten, um ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Zudem besteht die Möglichkeit, das Friedenslicht aus Betlehem in vielen Kirchen abzuholen, an (Live-) Übertragungen von Gottesdiensten teilzunehmen und mit einer ökumenischen Hausliturgie zu Hause zu feiern.

Michael Kemper, Stadtdechant von Bochum –Foto: privat

Drei der fünf katholischen Pfarreien in Bochum und Wattenscheid haben sich, wie berichtet, bereits entschieden, aufgrund der verschärften Corona-Situation in der Stadt alle Präsenzgottesdienste ab dem 21. Dezember bis voraussichtlich 10. Januar abzusagen. Die Kirchen werden aber zum Gebet geöffnet sein und am Heiligen Abend werden die Glocken aller Kirchen um 18 Uhr läuten, um ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Zudem besteht die Möglichkeit, das Friedenslicht aus Betlehem in vielen Kirchen abzuholen, an (Live-) Übertragungen von Gottesdiensten teilzunehmen und mit einer ökumenischen Hausliturgie zu Hause zu feiern.

Entscheidung zu Gottesdiensten sei Verantwortlichen nicht leichtgefallen

„Nach einer Videokonferenz mit den Pfarrern der fünf Pfarreien in Bochum am 19. Dezember steht fest, dass in den Pfarreien Liebfrauen, St. Franziskus und der Propsteipfarrei St. Peter und Paul alle Gottesdienste ab morgen bis voraussichtlich 10. Januar ausfallen“, sagte Stadtdechant Pastor Michael Kemper dem Neuen Ruhr-Wort. „In der Wattenscheider Propsteipfarrei St. Gertrud und in der Stiepeler Klosterpfarrei St. Marien beobachtet man die weitere Entwicklung der Inzidenzzahlen, wobei klar ist, dass ab einem Wert von 300 dort ebenso verfahren wird“, erläuterte Kemper weiter.

Diese Entscheidung sei allen Verantwortlichen nicht leichtgefallen. Vorab wurden daher auch die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte, Kirchenvorstände und Pastoralteams befragt. „Aufgrund der verschärften Corona-Situation in unserer Stadt sehe ich diese Entscheidung leider als alternativlos an“ heißt es in vielen Zustimmungen der Befragten. Obwohl die Hygiene-Konzepte der Gemeinden bisher reibungslos funktioniert haben, ergreifen die katholischen Pfarreien in Bochum nach der Überschreitung des RKI-Werts von 200 weitere Schutzmaßnahmen. Zuvor ist die evangelische Kirche in Bochum bereits so verfahren. Ab einem Inzidenzwert von 300 sollen Präsenzgottesdienste auf Empfehlung des Krisenstabes des Bistums Essen dann gar nicht mehr stattfinden.

Kirchen bleiben geöffnet

Die katholischen Kirchen werden an den Weihnachtstagen und über den Jahreswechsel nicht verschlossen bleiben, sondern zum Besuch der Krippe und zum Gebet einladen. Zudem gibt es an vielen Kirchorten im Stadtdekanat die Möglichkeit, das Friedenslicht aus Betlehem abzuholen. Die Öffnungszeiten der Kirchen und die Abholzeiten des Friedenslichtes werden auf den Pfarreihomepages bekannt gegeben. Dort gibt es auch Informationen zu geplanten Gottesdienstübertragungen aus Bochum im Internet sowie bei radio bochum.

Auf www.bochum-katholisch.de gibt es unter dem Motto „Gott bei euch“ einen ökumenischen Hausgottesdienst zum Download. Ein guter Zeitpunkt hierzu könnte das Läuten aller Glocken der evangelischen und katholischen Kirchen in Bochum und einigen Nachbarstädten an Heiligabend um 18.00 Uhr sein, mit dem das Weihnachtsfest eingeläutet werden soll. „Das ganz andere Weihnachtfest 2020 kann auf vielfältige Weise zur Erfahrung bringen, dass Gott mit uns ist – gerade in diesen schweren Zeiten“, so Stadtdechant Michael Kemper.

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